Die Bibel

 

Von allen Fächern, die wir mit unseren Kindern behandeln, sollten die biblischen Lektionen die wichtigsten sein. Wenn Charlotte Mason über das Wissen sprach, das es unseren Kindern zu vermitteln gilt, sagte sie: „Von den drei Arten der Erkenntnisse, die für ein Kind erforderlich sind, das Erkennen von Gott, des Menschen und des Universums, nimmt die Gotteserkenntnis den ersten Rang ein; sie ist von größter Bedeutung, unentbehrlich und macht von allen dreien am glücklichsten. Man erhält diese Gotteserkenntnis am direktesten durch Sein Wort, die Bibel.“

 

Weil die Bibel DAS lebendige Buch ist, behandeln wir es als solches und leiten unsere Kinder dazu an, sich direkt mit der Bibel zu beschäftigen. So wie auch mit anderen lebendigen Büchern, lassen wir sie nicht Lücken und richtig/falsch Antworten ausfüllen, um sie durch die Heilige Schrift zu führen. Stattdessen lesen wir die Bibel und lassen die Kinder dann nacherzählen. Anschließend ermutigen wir, den gelesenen Abschnitt zu diskutieren.

 

Die Geschichtsbücher der Bibel lesen und nacherzählen

 

Die alttestamentlichen Bücher, das Leben Jesu in den Evangelien und die Apostelgeschichte mit der ersten Gemeinde bieten wunderbare Möglichkeiten zum Lesen und Nacherzählen. Weil diese Geschichtsbücher im Erzählstil geschrieben sind, sind sie einfach zu lesen, und die Kinder können sie leicht in ihren eigenen Worten nacherzählen.

 

Charlotte machte uns beim Lesen der biblischen Geschichtsbücher auf zwei Dinge aufmerksam. Erstens: Lies eine zusammenhängende Geschichte, damit die Kinder den Kern dessen, was wirklich passiert, auch mitbekommen. Du musst nicht genau dort anfangen oder aufhören, wenn ein Kapitel beginnt oder zu Ende ist. Zweitens: Achte darauf, dass du Dinge auslässt, die für ein kleines Kind unpassend sind. Diese kannst du dir für später aufsparen.

Hier gibt es einen guten Plan, der diesen Anforderungen entspricht:

 

AT: http://pennygardner.com/oldtest.html

 

NT : http://pennygardner.com/newtest.html

 

Diskussion und Umsetzung der Briefe

 

Die Briefe des Neuen Testaments bieten viel Diskussions- und Gesprächsstoff. Achte aber darauf, dass du sie nicht wie Schulbücher behandelst und verzichte auf Lückentexte zur Bibel. Wo immer es möglich ist, achte darauf, dass deine Schüler einen Abschnitt mit ihren eigenen Worten wiedergeben (=Nacherzählung!), um zu sehen, ob sie den Zusammenhang verstanden haben. Stelle ihnen Fragen, um darüber zu diskutieren und vermeide, sie „anzupredigen“.

 

Fühle dich frei, einen Bibelkommentar oder Studienführer zu verwenden, aber pass auf, dass du diese Mittel nicht als Krücke verwendest. Lehre die Kinder, die Bibel zuerst selber zu entdecken und zu lesen, bevor sie einen Führer beiziehen und die Erklärungen eines anderen lesen.

 

Bibelverse auswendig lernen

 

Charlottes Schüler haben jedes Schuljahr lange und kurze Bibelabschnitte auswendig gelernt. Und wir als Eltern sollten das auch tun. So wie Charlotte erklärte: „Wir wissen nicht, wann und wie das gespeicherte Wissen wie ein Same aufgeht, wächst oder Früchte bringt, aber der Grundstein ist auf jeden Fall durch gutes, tröstendes und inspirierendes Gedankengut gelegt“. (Vol. 1, Seite 253). Für das Bibel-Auswendig-Lernsystem braucht man nur ca. 5 oder 10 Minuten pro Tag aufzuwenden, um Verse bzw. ganze Abschnitte zu lernen und zu wiederholen.

 

Quelle des Artikels

 

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