Wenn du eine CM-Schule besucht hättest, hättest du mehrere verschiedene Fremdsprachen gelernt: Französisch, Deutsch, Italienisch und Latein. Und nicht nur das, du hättest sie gut verstehen und anwenden können.

 

Charlottes Schüler sprachen sogar so gut Französisch, dass sie einen Text lesen oder verstehen konnten und ihn anschließend auf Französisch nacherzählen konnten. Wie war das möglich? Schauen wir uns ihre Methode genauer an, wie sie an das Erlernen einer Fremdsprache heranging.  

 

Fremdsprache

 

Charlotte war überzeugt davon, dass wir eine Fremdsprache so wie auch unsere Muttersprache erlernen sollen: sie hören und sprechen, erst dann lesen oder schreiben.

 

Hören und Sprechen

 

Babys und Kleinkinder verbringen viel Zeit damit, einer Sprache zuzuhören. Schon bald versuchen sie nachzuahmen, was sie hören. Oft gelingt ihnen dies nicht wirklich einwandfrei, aber sie versuchen es immer wieder und verbessern sich durch das Feedback, das sie von ihrem Umfeld bekommen.

 

Normalerweise können sie das, was sie hören, schon lange vorher verstehen, bevor sie selbst klar sprechen können. Und sie können bald gute Gespräche führen, obwohl sie die Buchstaben noch nicht kennen und auch noch nicht lesen oder schreiben können.

 

Charlotte ging im Erlernen einer Fremdsprache nach der gleichen Methode vor. Sie betonte in den unteren Klassen nur das Hören und das Sprechen und begann sogar schon in der Vorschule damit. Meist geschah das in Form von Singen und Spielen. Wichtig dabei war, Zeit mit einem Muttersprachler zu verbringen, um die Feinheiten dieser Sprache in Alltagssituationen zu hören und dadurch das korrekte Sprechen einzuüben.

 

Wenn du keinen Muttersprachler kennst bzw. zur Verfügung hast, kannst du CDs oder Aufnahmen von einfachen Liedern oder kurzen Kindergeschichten verwenden, z.B. „Die 3 kleinen Schweinchen“, damit deine Kinder sich an eine Fremdsprache gewöhnen und dadurch ihre Hör- und Sprachfähigkeit entwickeln.

Ab der ersten Klasse empfehlen wir cherrydalepress und ab der  dritten Klasse Rosetta Stone. Rosetta Stone können die Kinder weitgehend selbständig machen. Sie trainieren so die Aussprache sehr gut und lernen viele Wörter automatisch. Parallel dazu sollen den Kinder Bücher in der Zielsprache vorgelesen werden, die man am Anfang gleich auf deutsch übersetzt, solange das für die Kinder nötig ist. Auch empfehlen wir, Lieder und Bibelverse in der Fremdsprache zu lernen, denn die Kinder lernen so leicht in diesem frühen Alter.

 

Büchertipps findet ihr  hier

 

Lesen und Schreiben

 

Sobald deine Kinder verbal mit der Fremdsprache vertraut sind, ist es an der Zeit, mit dem Lesen und Schreiben zu beginnen. Natürlich ist auch dafür ein Muttersprachler am besten geeignet. Wenn nicht, dann ist eventuell ein Fremdsprachenlehrplan sinnvoll. Idealerweise baut man im Unterricht auch weiterhin das Hören und Sprechen ein, während man mit dem Lesen und Schreiben beginnt. Das Schreiben kann man auch bei Rosetta Stone üben, doch empfehlen wir zusätzlich das Schreiben von geübten Diktaten. Dazu eignet sich ein aussagekräftiger Text aus dem aktuellen Lebendigen Buch.

 

Schön ist es auch, wenn ab der 4./5. Klasse das selbständige Lesen richtiger englischer Bücher zum Zuge kommt, welche die Kinder anschließend in der Fremdsprache nacherzählen. Oft benutzen wir parallel zum Lesen auch das Hörbuch, wenn es erhältlich ist, damit die Kinder weiterhin die perfekte Aussprache hören.

 

Unterrichtstipp für Spanisch

 

Eine tolle Möglichkeit für Spanisch hat die spanische Muttersprachlerin Shirley Solis von Lifetime Books and Gifts ins Leben gerufen. Sie begann mit einer LALI Klasse, um deine Schüler mit anderen Muttersprachlern zusammenzubringen. Durch das Internet hat dein Kind die Möglichkeit, eine Privatstunde in Spanisch einzuplanen, um Gespräche auf Spanisch mit einem Muttersprachler zu führen und dabei Erfahrungen zu sammeln.

 

 

Latein

 

Mit Latein verhält es sich ein wenig anders, da Latein weniger gesprochen wird als die anderen Sprachen, die wir schon erwähnt haben. Meistens wird es schriftlich verwendet. Charlotte hat deshalb mit dem Latein-Unterricht erst begonnen, wenn die Kinder schon etwas älter waren und sich schon mit Grammatik in ihrer Muttersprache befassten. Zwei Ressourcen, die mir persönlich für den Unterricht gefallen, sind Minimus" und der Cambridge Latein Kurs.

 

Wenn du wissen möchtest, wie Charlotte es geschafft hat, verschiedenen Sprachen in ihren Unterricht einzubinden, dann findest du hier eine Erklärung dafür. Charlotte begann mit Französisch wahrscheinlich deshalb, weil das die vorherrschende Sprache im Umfeld ihrer Schüler war. Frankreich war ja sozusagen gleich ums Eck. In der 1., 2. und 3. Klasse baute sie französische Lieder und Spiele sowie andere Hör- und Sprechaktivitäten ein. In der 4.-6. Klasse erweiterte sie den Unterricht durch Lesen und Schreiben und begann mit mündlichem Deutsch. In der 7.-9. Klasse kam zum Französisch und Deutschunterricht noch Italienisch dazu. So wurden sukzessive mehrere Sprachen in den Unterricht eingebaut und über die Jahre kontinuierlich erweitert.

 

Wenn wir diese Tipps auf unsere Situation übertragen, so könnte es zum Beispiel folgendermaßen aussehen:

 

1.-3. Klasse:  Englisch mündlich

4.-6. Klasse:  Englisch schriftlich und mündlich, Französisch nur mündlich

7.-9. Klasse:  Englisch schriftlich und mündlich, Französisch schriftlich und mündlich, Italienisch oder
                         oder Spanisch nur mündlich, ev. Latein

 

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