Handarbeit und lebenspraktische Fertigkeiten

 

Wer schon über längere Zeit nach der CM Methode unterrichtet, hat sicherlich bemerkt, wie ausgewogen diese Art von Bildung ist. In einem Unterricht nach der CM-Methode geht es nicht nur um Bücher und Nacherzählen.

Charlotte betonte immer wieder, wie wichtig es sei, die ganze Person zu bilden und nicht nur den Verstand des Kindes. Teil dieser ganzheitlichen Bildung ist es, mit unseren Händen zu arbeiten.

„Eine andere elementar wichtige Beziehung, zu der jedes Kind ermutigt werden sollte, ist diejenige zu diversen Materialien. Jedes Kind baut Sandburgen, Schlammkuchen und Papierschiffe und die Kinder sollten solche Arbeiten fortführen, indem sie mit Ton, Holz, Messing, Eisen, Leder, Stoff, Wolle, Nahrungsmitteln etc. arbeiten. Das Kind sollte fähig sein, mit seinen Händen etwas herzustellen und sollte Freude daran haben.“ (Vol. 3, Seite 80)

 

Um etwas herzustellen, das schön und brauchbar ist, muss man vieles wissen und lernen. Charlotte hat das gewusst und hat daher für jedes Trimester eine neue Handarbeit ausgesucht.

 

Was?

 

In unserem Heimunterricht versuchen wir immer, Handarbeiten und lebenspraktische Fertigkeiten zu verbinden, weil sie oft miteinander verwoben sind. Nähen z.B. – Ist das Handarbeit oder eine lebenspraktische Fertigkeit ? Beides, denken wir. Und darum versuchen wir, Handarbeiten in unseren Unterricht zu integrieren, die beides abdecken.

 

Lehrmittel für den Kunstunterricht in der Grundschule

 

Wie?

 

An welcher Fertigkeit wir auch immer gerade arbeiten, vier Prinzipien wenden wir an:

 

1. Das Projekt, an dem die Kinder arbeiten, sollte sinnvoll und nicht unnütz sein.

 

2. Bring den Kindern bei, langsam und sorgfältig zu arbeiten. Gib ihnen genügend Zeit, damit sie die Schritte nacheinander und präzise ausführen können.

 

3. Akzeptiere keine Schlamperei, sondern achte darauf, dass sie von Anfang an mit aller Sorgfalt arbeiten und sich die größte Mühe geben.

 

4. Wähle eine Arbeit aus, die die Kinder interessiert, motiviert und herausfordert (aber auch nicht überfordert).

 

Wann?

 

Für die kurzen Lektionen, die wir am Vormittag einplanen gibt es kaum genügend Zeit für passende Handarbeiten. Charlotte empfahl daher die Handarbeiten am Nachmittag weil die Kinder dann genügend Zeit haben, alle Sachen zusammenzusuchen, die sie dafür brauchen. Sie haben dann genügend Zeit, Schritt für Schritt alles ihrem Tempo gemäß zu lernen, zu üben und schließlich den Fortschritt ihres Projektes zu sehen. Und das Aufräumen danach natürlich nicht vergessen!

 

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